Die Insel, wie man sie heute sieht — ein Klippenhalbmond um eine überflutete Vulkancaldera — ist das direkte Ergebnis eines katastrophalen Ausbruchs irgendwann im zweiten Jahrtausend v. Chr., eines der größten Vulkanereignisse der letzten Jahrtausende. Davor war die Insel eine annähernd runde Landmasse; der Ausbruch sprengte ihr Zentrum weg, und das Meer strömte in die eingestürzte Caldera.
Eine bronzezeitliche Katastrophe
Zu dieser Zeit stand beim heutigen Akrotiri eine hochentwickelte bronzezeitliche Siedlung, Teil der weiteren minoischen Handelswelt mit Zentrum auf Kreta. Der Ausbruch begrub die Stadt unter meterdicker Asche und bewahrte sie in bemerkenswertem Detail — siehe unseren Akrotiri-Guide. Das Ereignis löste vermutlich Tsunamis in der gesamten Ägäis aus und trug möglicherweise zum Niedergang der minoischen Zivilisation auf Kreta bei, auch wenn Historiker über das genaue Ausmaß noch diskutieren.
Die Insel, die man heute besucht
Fast alles, was das heutige Santorin ausmacht, geht auf diesen Ausbruch zurück: die Kalderaklippen, die jedem Klippenhotel seine Aussicht geben, die schwarzen, roten und weißen Vulkanstrände, der Asche-Bims-Boden, der Santorins Wein und Tomaten prägt, und die kleineren Vulkaninseln — Nea Kameni und Palea Kameni — die noch heute mitten in der Caldera sichtbar sind, Überreste späterer, kleinerer Ausbrüche.
Den Vulkan heute besuchen
Bootstouren ab dem alten Hafen oder der Marina Vlychada fahren zur Nea Kameni, wo eine kurze Wanderung über den noch warmen Vulkankrater führt — oft kombiniert mit einem Stopp an den heißen Quellen bei Palea Kameni zum Schwimmen im mineralhaltigen Wasser.
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